..spielten wir es Bizzli alten Tschäss. Wer sich dort schon mal die weltweit besten Chnoschperli gegönnt hat, der hat es sicher auch bemerkt: Es ist laut da drin, zum Teil sogar sehr laut – aber man sieht nix! Jedoch eine nervende, das Gehirn mit heissen Nadeln durchstossende, schrille, mit Raucherhusten durchsetzte und äusserst unangenehme Frauenstimme füllt die ganze Beiz.
Und dies sogar dann, wenn der Laden samt seinen Gästen pumpenvoll ist und nahezu den Geräuschpegel eines startenden Düsenjets erreicht. Aber die Stimme ist überall zu hören, latent, omnipräsent. Jedoch wie bereits erwähnt: Man sieht – NIX!
So auch am besagten Tschäss-Abend. Und irgendwann war diese Stimme noch lauter, noch nerviger, noch schriller. Mein Blick sank Richtung Bodennähe und – voilà – ich entdeckte dies:

Diese beiden Platfüsse ("Platt" ist ja kein Wunder bei dieser Masse, welche nach dem Newton'schen Gesetz die Beine Richtung Erdmittelpunkt presst...) gehören zu der lauten, nervigen und schrillen Stimme.
Und diese Stimme gehört zu Dolores (Übername "Rogali"), ihres Zeichens eggs-Scheffin dö Servis in diesem Laden. Ich wandte meinen Blich nach oben - und siehe da:

Rogali hat ganz vergessen, dass die Fasnacht schon fast einen Monat vorbei war und gebärdete sich den ganzen Abend wie eine verspätete Einzelmaske. Es ist aber nicht wirklich zu erkennen, ob sie auf Bankräuberin, Rosengärtnerin oder schuhlose Bettlerin machen wollte.
"Ist ja auch egal" dachte sich Sousaphonist Masi und stülpte ihr kurzerhand seine Tröte über den Kopf. Und dann – oh Wunder – war's im Bistro war's plötzlich ruhig wie in einem leergefegten Kloster! Sousaphone sind zwar etwas unhandlich, aber scheinbar auch auf eher ungebräuchlichem Weg für gute Aktionen einsetzbar.
Also: Wer nächstes Mal im Bistro die Chnoschperli in tendenziell gediegener Akustik geniessen will, der darf sein Sousaphon nicht vergessen. Es können auch Sousaphon-Sharing-Gemeinschaften gebildet werden. Interessenten melden sich bitte hier.